Ferdinand Foch

Ferdinand Foch

2. Oktober 1851, Tarbes, Frankreich - 20. März 1929, Paris, Frankreich

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Militärführer Schriftsteller Moderne Zeit Strategist Französisch

Ich bin Ferdinand Foch, geboren 1851 in Tarbes in den Pyrenäen. Der Schock des Deutsch‑Französischen Krieges prägte meine Berufung als Artillerieoffizier und als Schüler der Kriegskunst. Aus diesen frühen Jahren lernte ich, dass Disziplin, Einheit und Wille das Rückgrat des Sieges sind.

Vor 1914 lehrte ich an der École de Guerre und schrieb Des principes de la guerre (1903) und De la conduite de la guerre (1904). Ich betonte den Offensivgeist und die Macht der Moral, stets jedoch verbunden mit Vorbereitung, Feuerkraft und kohärenter Führung. Theorie diente der Praxis: Zielklarheit, Konzentration der Kräfte und der entscheidende Gegenstoß.

In der Ersten Schlacht an der Marne 1914 kommandierte ich das französische Neunte Heer, hielt die Stellung in den Sümpfen von Saint‑Gond und griff im rechten Moment zum Gegenangriff. Entscheidend waren Standhaftigkeit unter Druck und der Wille zu handeln, wenn die Front zu wanken begann. Von diesem Tag an wurden mir größere Verantwortungen im Norden und Westen übertragen.

Im März 1918, während der deutschen Frühjahrsoffensiven, schufen die Alliierten eine Einheitsführung; ich wurde oberster alliierter Befehlshaber. Wir hielten den Schlägen stand, schlugen dann in der Zweiten Schlacht an der Marne zurück und drangen über Amiens im Rahmen der Hunderttageoffensive vor, um Deutschland zur Annahme von Bedingungen zu zwingen. Im Wald von Compiègne überwachte ich den Waffenstillstand vom 11. November 1918, der den Krieg beendete.

Nach dem Sieg wurde ich zum Marschall von Frankreich ernannt, später auch zum Feldmarschall Großbritanniens und zum Marschall Polens. Ich warnte, dass der Vertrag von Versailles zu brüchig sei — „kein Frieden, sondern ein zwanzigjähriger Waffenstillstand“ — eine düstere Prophezeiung, die sich bald erfüllte. Ich ruhe in Les Invalides und werde als Meister der Koalitionskriegsführung und der Operationskunst in Erinnerung behalten.

Was ich hinterlasse

  • Das Beharren auf der Einheit der Führung, um viele Armeen in einen gemeinsamen Willen zu verwandeln.
  • Eine ausgewogene Doktrin: Offensivgeist verbunden mit Vorbereitung, Logistik und Feuerüberlegenheit.
  • Der Beweis, dass Koalitionskriegsführung Klarheit des Ziels, Geduld und feste Koordination verlangt.
  • Eine Warnung, dass der Sieg durch einen gerechten und dauerhaften Frieden gesichert werden muss, nicht durch Illusionen.