Douglas Haig

Douglas Haig

19. Juni 1861, Edinburgh, Schottland, Vereinigtes Königreich - 29. Januar 1928, London, England, Vereinigtes Königreich
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“Als Kavallerist ausgebildet kämpfte ich einen Krieg aus Schlamm und Stacheldraht – und verbrachte meine späteren Jahre damit, jenen zu dienen, die ich einst vorausgeschickt hatte.”

Ich stamme aus einer schottischen Whiskyhändler-Familie und trat dem 7. (Queen’s Own) Hussars bei. Clifton, Brasenose, Sandhurst – dann Indien, der Sudan, Omdurman und der Burenkrieg. Unter Roberts und Kitchener lernte ich, dass Bewegung, Nachschub und ruhige Nerven Kampagnen ebenso entscheiden wie Tatkraft. Ich war von der Ausbildung her Kavallerist, doch schätzte ich Stabsarbeit, Artilleriewesen und Vorbereitung mehr als Exerzierplatz-Glanz.

1914 führte ich das I Corps der British Expeditionary Force, später die First Army; im Dezember 1915 wurde ich Oberbefehlshaber. Die Schützengräben an der Westfront zwangen zu massierter Artillerie und methodischen Angriffen. An der Somme 1916 wollten wir Verdun entlasten und die deutsche Armee zermürben. Der erste Tag war erschütternd; bis zum Herbst waren beide Seiten erschöpft, und unsere Armee hatte harte, notwendige Lektionen gelernt.

In Flandern 1917 strebte ich die belgische Küste und die U‑Boot-Basen an. Der Boden verwandelte sich in einen Schlamm, der Männer und Geschütze verschlang, doch ich hielt daran fest, dass nur beharrlicher Druck zu einer Entscheidung führen könne. Wir verfeinerten Sperrfeuer, Gegenbatteriefeuer und die Abstimmung mit den neuen Panzern und Flugzeugen. Die Mittel waren nicht perfekt, aber sie verbesserten sich.

Als die deutsche Offensive 1918 einsetzte, gab ich meinen Befehl 'backs to the wall'. Unter Fochs vereinigtem Oberbefehl kämpfte die BEF in den Hundert Tagen mit Artillerie, Infanterie, Panzern und Luftstreitkräften bis zum Waffenstillstand. Danach nahm ich den Titel Earl Haig an und widmete mich den Veteranen — der British Legion, dem Earl Haig Fund und der Mohnblumen-Spendenaktion. Die Gefallenen konnte ich nicht zurückbringen; ich konnte jedoch an der Seite ihrer Kameraden stehen.

What I Leave Behind

  • Ich führte die British Expeditionary Force von Dezember 1915 bis zum Kriegsende.
  • Ich leitete die Somme-Offensive, um Verdun zu entlasten und die deutschen Reserven zu erschöpfen.
  • Ich befahl die Dritte-Ypern-Kampagne mit dem Ziel, die belgische Küste und die U‑Boot-Basen zu erreichen.
  • Im April 1918, während der deutschen Frühjahrsoffensive, gab ich den Befehl 'backs to the wall' ('Rücken zur Wand').
  • Ich half bei der Gründung der British Legion und richtete den Earl Haig Fund sowie den Mohnblumen-Spendenaufruf (poppy appeal) ein.

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