Mark Aurel

Mark Aurel

26. April 121 n. Chr., Rom, Römisches Reich - 17. März 180 n. Chr., Vindobona (heute Wien, Österreich)
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“Ich herrschte über ein Reich, konnte jedoch weder ein Fieber noch meinen Erben gebieten.”

Ich wurde 121 in Rom geboren und mehr von Büchern und Lehrmeistern als von Triumphen großgezogen. Hadrian veranlasste meine Adoption; Antoninus Pius wurde mein Vater aus Pflicht. Rusticus stellte mir Epiktet zur Seite und lehrte mich, jeden Eindruck zu wägen, bevor ich ihm zustimmte. Ich wählte den Mantel des Philosophen, schlichtes Essen und ein Bett, das sich leicht vor Morgengrauen verlassen ließ.

Als das Reich rief, teilte ich die Last mit Lucius Verus. Seine Feldherren kämpften gegen die Parther; der Sieg brachte einen dunkleren Begleiter – die Seuche, die aus dem Osten durch unsere Lager und Straßen kroch. Tag für Tag saß ich bei den Juristen, beantwortete Eingaben und verschärfte den Schutz für Waisen und Sklaven. Als die Staatskasse schwand, versteigerte ich kaiserliches Tafelsilber und Schmuck, anstatt die Hungernden durch Steuern zu belasten.

Die Donaugrenze wurde meine Schule. In Winterlagern bei Carnuntum und darüber hinaus schrieb ich nachts auf Griechisch – Notizen, um mich selbst zu korrigieren, nicht Briefe an die Nachwelt. Ich mahnte den Richter, den Vater und den verängstigten Mann in mir, dass nur der herrschende Teil aufrecht erhalten werden müsse. Draußen Schnee; drinnen eine Zitadelle, die kein Barbar durchbrechen konnte.

Ein Aufstand brach aus – Avidius Cassius in Ägypten – und ich bereitete Gnade vor für Männer, die mich getötet hätten; seine Soldaten vereitelten dies durch seinen Tod. Ich erhob Commodus, die Purpur mit mir zu teilen, in der Hoffnung, Erziehung möge das Zufällige zähmen. Ich lernte erneut, was die Philosophie lehrt: Wir gebieten über unsere Urteile, nicht über die Körper anderer, nicht über den Lauf von Fiebern, nicht über das Urteil der Zeit.

What I Leave Behind

  • Ich regierte gemeinsam mit Lucius Verus und leitete den Staat, während Feldzüge gegen die Parther stattfanden.
  • Ich ließ kaiserliche Schätze öffentlich versteigern, um Kriegskosten und Seuchenhilfe zu finanzieren.
  • Durch kaiserliche Reskripte stärkte ich den Rechtsschutz für Waisen, Minderjährige und Sklaven.
  • Ich schrieb die 'Meditationen' auf Griechisch während der Donaufeldzüge, um mein eigenes Verhalten zu korrigieren.
  • Nach dem Aufstand des Avidius Cassius bereitete ich Gnade vor; seine eigenen Soldaten töteten ihn jedoch, bevor ein Urteil gefällt wurde.

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