Herzog von Wellington

Herzog von Wellington

1. Mai 1769, Dublin, Irland - 14. September 1852, Walmer, Kent, England, Vereinigtes Königreich
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“Ein gewonnenes Gefecht empfand ich beinahe als ebenso melancholisch wie ein verlorenes – und doch verbrachte ich mein Leben damit, sie zu planen.”

Ich lernte mein Handwerk dort, wo Hitze und Entfernung den Unvorsichtigen zu schaffen machen. In Mysore und Dekkan führte ich zivile wie militärische Aufgaben, hielt meine Truppen verpflegt und bezahlt und schlug nur zu, wenn meine Nachrichten zuverlässig waren. Bei Assaye überquerte ich mit einer kleinen Streitmacht und guten Geschützen den Kaitna und schlug eine weitaus größere Maratha-Horde. Dieser Erfolg verdankte sich weniger dem kühnen Ansturm als der Vorbereitung – erkundete Straßen, gesicherte Nachschublinien, Offiziere vom Plündern abgehalten.

1808 nach Portugal gerufen, erkannte ich, dass Ausdauer, nicht Verfolgung, die Franzosen zerschlagen würde. Wir bauten die Linien von Torres Vedras hinter Lissabon, lockten Masséna vor, verwüsteten das Land, um ihm Nahrung zu entziehen, und sahen seinem Heer beim Verfallen zu. Als die Stunde kam, schlug ich zu: bei Salamanca, wo sich eine nachlässige Flanke offenbarte; bei Vitoria, wo wir Joseph Bonaparte von seinen Kommunikationswegen abschnitten und sein Gepäck ins Rollen brachten. Meine Depeschen sind trocken, weil Krieg, gut geführt, Hauswirtschaft im großen Stil ist.

1815 stand ich auf dem Grat bei Mont-Saint-Jean und ließ das Gelände meine Männer decken. Hougoumont brannte; La Haye Sainte ging verloren; die Linie hielt, bis die Preußen eintrafen und die Franzosen zusammenbrachen. Danach wurde ich zum Frieden gesandt – als Gesandter in Paris, bevollmächtigter Minister in Wien und später als Minister der Krone. Ich akzeptierte die katholische Emanzipation, um Blutvergießen in Irland zu verhindern; gegen von mir für übereilt gehaltene Parlamentsreformen war ich dagegen. Ich ließ Eisengitterläden an Apsley House anbringen; der Name war mir weniger wichtig als die Pflicht.

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