Friedrich V. von der Pfalz

Friedrich V. von der Pfalz

26. August 1596, Amberg, Deutschland - 29. November 1632, Mainz, Deutschland
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“Ich tauschte Heidelbergs Gärten gegen Prags Thron und verlor beides in einer bitteren Jahreszeit.”

Ich wurde 1596 in Amberg geboren und in der strengen Disziplin der reformierten Religion erzogen. 1610 trat ich, noch ein Junge, unter einer Vormundschaft die Nachfolge meines Vaters als Kurfürst der Pfalz an. 1613 nahm ich Elizabeth Stuart zur Frau, eine Tochter Jakobs von England und Schottland; mit ihr kamen Musik, Tapferkeit und ein Familiennetz, das über das Reich hinausreichte. In Heidelberg legten wir Terrassen und Springbrunnen an – den Hortus Palatinus – Zeichen, wie ich glaubte, eines protestantischen Hauses in Frieden und Stärke.

Dann suchten die böhmischen Stände, nachdem sie ihren habsburgischen König trotzten, einen anderen. Christian von Anhalt und andere Ratgeber drängten, die Stunde sei meine; die protestantische Sache würde sich um mich sammeln. 1619 nahm ich die böhmische Krone an und wurde in Prag gesalbt. Die Versprechen, die wie Trompeten geklungen hatten, verkamen zu fernen Trommeln; Spanien, der Kaiser und die katholische Liga handelten einträchtig, unsere Verbündeten hingegen zögerlich.

Der Weiße Berg beendete meine böhmische Königsherrschaft an einem einzigen Novembernachmittag 1620. Elizabeth und ich verließen Prag hastig; der Spottname „Winterkönig“ haftete mir fortan an. Es folgte die Reichsacht, spanische Truppen und die Truppen der katholischen Liga überrannten meine rheinischen Lande, und 1623 wurde meine Kurwürde an Maximilian von Bayern übertragen. Ich hatte die Sicherheit eines Kurfürsten auf das Flehen eines Königreichs gesetzt und verloren.

Im Exil in Den Haag, unter dem Schutz der niederländischen Statthalter, unterhielten wir einen wandernden Hof. Ich engagierte Ernst von Mansfeld und Christian von Braunschweig, wandte mich an meinen Schwiegervater und setzte schließlich Hoffnungen auf Gustav II. Adolf. Er fiel bei Lützen; ich starb im selben Monat 1632 in Mainz. Meine Söhne – Karl Ludwig und Ruprecht – wuchsen in diesem Exil auf. 1648 stellte Westfalen Teile der Pfalz wieder her und gab meiner Linie eine neue kurfürstliche Stimme zurück.

What I Leave Behind

  • 1619 nahm ich auf Einladung der Stände die böhmische Krone an.
  • Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 floh ich aus Prag und erhielt den spöttischen Beinamen „Winterkönig“.
  • Ich unterhielt in Den Haag unter niederländischem Schutz einen Exilhof.
  • Ich engagierte Ernst von Mansfeld und Christian von Braunschweig, um für meine Wiedereinsetzung zu kämpfen.
  • 1613 heiratete ich Elizabeth Stuart und verband damit die Interessen der Pfalz mit denen der Stuarts.

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