Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci

15. April 1452, Vinci, Republik Florenz - 2. Mai 1519, Amboise, Königreich Frankreich
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“Ich sezierte die Toten bei Nacht und malte bei Tag die Lebenden, stets auf der Suche nach derselben Wahrheit.”

Ich wurde 1452 in Vinci geboren und wuchs inmitten von Notaren auf, doch zogen mich Pigmente und Metall mehr an als Siegel. In Verrocchios Florentiner Werkstatt lernte ich zu gießen, zu mahlen, zu messen und zu sehen—wie sich ein Handgelenk dreht, wie Licht über eine Wange läuft. Ich bin Linkshänder; meine Schrift verläuft von rechts nach links; sie passt zu meiner Hand und verhindert das Verwischen der Tinte.

Als ich nach Mailand kam, bot ich Ludovico Sforza meine Dienste als Ingenieur an: faltbare Brücken, Belagerungsmaschinen, Entwürfe für Kanäle und Schleusen. Ich malte, wenn die Stadt es verlangte. Für das Refektorium von Santa Maria delle Grazie setzte ich Christus und die Apostel in einen einzigen aufgewühlten Moment, experimentierte mit Öl und Tempera auf trockenem Putz—eine Wahl, die das Auge erfreute und die Wand bestrafte.

Nachts sezierte ich in Hospitälern und folgte Nerven und Gefäßen, als wären sie Straßen. Ich beobachtete Wirbel im Wasser und fand ihre Verwandten im Herzen; ich maß Schädel und zeichnete den Fötus in der Gebärmutter nach. Meine Notizbücher—voll gespiegelt geschriebener Texte und Maschinen—dienten weniger dazu, Erfindungen zu verkünden, als dazu, mit mir selbst zu ringen: Flügel, Luftschrauben, Zahnräder und das Verhalten des Lichts durch Nebel.

Ich kartierte Städte für Cesare Borgia mit vermessenen Plänen, kehrte nach Florenz zurück und begann das Porträt, das ihr Mona Lisa nennt, und arbeitete später in Rom unter Giuliano de’ Medici. In meinen letzten Jahren lud mich König Franz I. nach Frankreich ein; ich überquerte die Berge mit meinen Handschriften und drei Gemälden und starb dort 1519. Ich hinterließ viele Tafelbilder unvollendet; Vollkommenheit ist ein bewegliches Ziel, doch die Frage bleibt bestehen.

What I Leave Behind

  • Ich malte Das Abendmahl in Mailand mit einer experimentellen Wandtechnik, die bald verfiel.
  • Ich zeichnete den vitruvianischen Menschen und prüfte antike Maße an lebenden Körpern.
  • Ich kartierte Imola für Cesare Borgia mit einem vermessenen Plan, Straße für Straße.
  • Nach winterlichen Sektionen in Krankenhäusern dokumentierte ich Herzklappen und Wirbel.
  • Ich illustrierte Paciolis De Divina Proportione mit präzisen geometrischen Körpern.

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