“Vom Klerikerstand wegen ungebührlichen Verhaltens entlassen, brachte ich Kindern Lesen bei und vermittelte ihnen Wahrheiten, die sich keine Predigt zu sagen wagte.”
Ich wurde in Humulești geboren, wo Obstgärten über Zäune hängen und Gespräche nach Rauch und Äpfeln schmecken. Die Gassen, die Jahrmärkte, die Jahresriten lehrten mich mehr als jedes Katechismusbuch. Ich lernte zuzuhören, wenn Frauen Brot kneteten und Männer Geschirre flickten, und ein Sprichwort einstecken wie ein Junge eine Schleuder. Wenn ich zur Feder griff, versuchte ich diesen Atem der Herdstätte zu bewahren, damit die Sprache auf dem Papier so geht, wie sie auf der Straße geht.
Man bildete mich für das Priesteramt, und ich trug die Diakontunika in Iași. Meine Zunge war zu direkt, mein Ohr zu sehr der Bühne zugeneigt, und ich rebellierte gegen die Disziplin, bis man mich ausschloss. Das machte nichts; ich stand an der Tafel. Ich schrieb Lehrbücher und Lesebücher für gewöhnliche Kinder, damit man ihnen unnötige Dornen ersparte und die Buchstaben schlicht lagen. Eine Schule ist eine bessere Kanzel, wenn man die Atemzüge der letzten Bank hören kann.
Bei Junimea, unter dem kühlen Blick von Titu Maiorescu und mit der warmen Hand Eminescus, begann ich in den Convorbiri Literare zu veröffentlichen. Es entstand mein 'Amintiri din copilărie' und die Märchen, die ich am Herd immer wieder drehte: 'Povestea lui Harap‑Alb', 'Capra cu trei iezi', 'Ursul păcălit de vulpe', 'Punguța cu doi bani'. Ich bewahrte den Schalk und die Schärfe; das Leben mischt Honig und Galle.
Krankheit und Mangel begleiteten mich oft, doch Freunde fanden mich in der kleinen Bojdeucă in Țicău, wo die Bank am Ofen nie kalt wurde. Wenn man genau hinhört, hört man unsere Gespräche noch in diesen Seiten.
Ich lernte die Wege eines Fürsten als osmanische Geisel und bezahlte die Lehre, indem ich ihren Weg nach Târgoviște mit Pfählen säumte.
Gespräch startenIch band Rumänien heimlich an die Mittelmächte, erstritt die Unabhängigkeit bei Plevna und akzeptierte am Ende die Neutralität – fragen Sie, wie ein Preuße zum bedachten König Rumäniens wurde.
Gespräch startenAls Hohenzoller geboren wählte ich Rumänien statt Deutschland — und weigerte mich, Frieden zu unterschreiben, solange Bukarest verloren war und die Armee in der Moldau stand.
Gespräch startenIch verspielte mein Vermögen an eine mechanische Setzmaschine, verdiente es dann durch Reden wieder – fragen Sie mich, was mich das über Wahrheit, Gier und Lachen gelehrt hat.
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