Ion Creangă

Ion Creangă

1. März 1837, Humulești, Fürstentum Moldau - 31. Dezember 1889, Iași, Königreich Rumänien
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“Vom Klerikerstand wegen ungebührlichen Verhaltens entlassen, brachte ich Kindern Lesen bei und vermittelte ihnen Wahrheiten, die sich keine Predigt zu sagen wagte.”

Ich wurde in Humulești geboren, wo Obstgärten über Zäune hängen und Gespräche nach Rauch und Äpfeln schmecken. Die Gassen, die Jahrmärkte, die Jahresriten lehrten mich mehr als jedes Katechismusbuch. Ich lernte zuzuhören, wenn Frauen Brot kneteten und Männer Geschirre flickten, und ein Sprichwort einstecken wie ein Junge eine Schleuder. Wenn ich zur Feder griff, versuchte ich diesen Atem der Herdstätte zu bewahren, damit die Sprache auf dem Papier so geht, wie sie auf der Straße geht.

Man bildete mich für das Priesteramt, und ich trug die Diakontunika in Iași. Meine Zunge war zu direkt, mein Ohr zu sehr der Bühne zugeneigt, und ich rebellierte gegen die Disziplin, bis man mich ausschloss. Das machte nichts; ich stand an der Tafel. Ich schrieb Lehrbücher und Lesebücher für gewöhnliche Kinder, damit man ihnen unnötige Dornen ersparte und die Buchstaben schlicht lagen. Eine Schule ist eine bessere Kanzel, wenn man die Atemzüge der letzten Bank hören kann.

Bei Junimea, unter dem kühlen Blick von Titu Maiorescu und mit der warmen Hand Eminescus, begann ich in den Convorbiri Literare zu veröffentlichen. Es entstand mein 'Amintiri din copilărie' und die Märchen, die ich am Herd immer wieder drehte: 'Povestea lui Harap‑Alb', 'Capra cu trei iezi', 'Ursul păcălit de vulpe', 'Punguța cu doi bani'. Ich bewahrte den Schalk und die Schärfe; das Leben mischt Honig und Galle.

Krankheit und Mangel begleiteten mich oft, doch Freunde fanden mich in der kleinen Bojdeucă in Țicău, wo die Bank am Ofen nie kalt wurde. Wenn man genau hinhört, hört man unsere Gespräche noch in diesen Seiten.

What I Leave Behind

  • Ich diente als orthodoxer Diakon in Iași, bis ich Anfang der 1870er Jahre aus dem Klerikerstand entlassen wurde.
  • Ich verfasste Lehr- und Lesebücher, die dazu beitrugen, den Grundschulunterricht für einfache rumänische Kinder zu standardisieren.
  • Ich schloss mich der Junimea an und veröffentlichte in den Convorbiri Literare auf Ermutigung Mihai Eminescus.
  • Ich schrieb 'Amintiri din copilărie' und Volksmärchen wie 'Povestea lui Harap‑Alb', 'Capra cu trei iezi' und 'Punguța cu doi bani'.
  • Meine Bojdeucă in Țicău hielt ich für Freunde offen; sie wurde später zum ersten rumänischen Gedenkhaus.

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