“Als Aristokrat von Geburt verband ich Fremde zu Stämmen und löste die Sippen.”
Ich wurde aus den Alkmeoniden geboren, Enkel des Kleisthenes von Sikyon. Als Hippias vertrieben wurde, rivalisierten Isagoras und ich um die Stadt. Mit Unterstützung des Spartaners Kleomenes versuchte er, unseren Rat aufzulösen und viele Athener auszuweisen. Das Volk duldete es nicht; es hielt die Spartaner auf der Akropolis eingeschlossen und zwang sie zum Rückzug. Ich kehrte nach Athen zurück, um zu kitten, was Parteienstreit und Furcht zerbrochen hatten.
Ich schrieb jeden Bürger in sein Deme ein. Nicht länger sollten Ahnennamen und große Häuser das öffentliche Leben lenken; ein Mann sollte als Bewohner seines Gemeinwesens sprechen. Ich ordnete die Demen zu Trittyen – städtisch, küstennah und Binnen – und formte daraus zehn neue Phylen. Jede Phyle trug einen namensgebenden Helden, damit die Rituale den Wandel in Gewohnheit tragen konnten. Indem ich Hügel mit Ebene und Küste mischte, löste ich die Knoten der Partei ohne Blutvergießen.
Ich stärkte die Volksversammlung und setzte einen Rat der fünfhundert ein, weitgehend per Los aus den Demen gezogen, um ihre Geschäfte vorzubereiten und die Arbeit der Stadt durch wechselnde Präsidentschaften in Gang zu halten. Die Phylen ordneten unsere Heere und stellten später ein Kollegium von zehn Strategen. Ich nannte es isonomia: die Gleichheit vor dem Gesetz. In späteren Jahren sagten die Menschen, ich hätte das Scherbengericht erfunden; ob die Maßnahme wirklich von mir stammt oder nicht, so war doch ihr Geist meiner Reform nahe.
Ich errang die Krone meiner Stadt mit Worten, wählte dann Gift, statt unter makedonischer Bewachung zu sprechen.
Gespräch startenIch wählte nur Männer mit lebenden Söhnen, weil ich nicht vorhatte zurückzukehren.
Gespräch startenIch unterrichtete einen Eroberer, floh aber wegen Gotteslästerung aus Athen; dazwischen öffnete ich Eier, um den ersten Herzschlag zu sehen.
Gespräch startenIch versuchte, einem sizilischen Tyrann Gerechtigkeit beizubringen – und lernte, wie die Philosophie verwelkt, wenn sie sich an die Macht lehnt.
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